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Intel Arc B770: Ein GitHub-Leak, 16 GB VRAM – und die verzweifelte Hoffnung, dass Team Blue uns rettet

Während Nvidia und AMD die Preise anziehen, taucht Intels lang ersehnte Desktop-GPU in einem Leak auf. Ich habe mir das Datenblatt angesehen und dann eine Stunde lang über 300 Watt nachgedacht.

JW
Justus Wetter Herr
1. August 2026 · 6 Min. Lesezeit

Es gibt Momente, in denen ich fast so etwas wie Hoffnung verspüre. Sehr selten, ich weiß. Aber die Intel Arc B770 ist gerade auf GitHub geleakt, und der Launch soll unmittelbar bevorstehen: BMG-G31-GPU, 16 GB oder mehr VRAM, 32 Xe2-Kerne, 300 Watt TDP. In einer Welt, in der Nvidia und AMD ihre Preise anziehen, als gäbe es kein Morgen, klingt das fast zu schön.

Auf einen Blick

GPU
BMG-G31
Speicher
16 GB+ VRAM
Kerne
32 Xe2-Cores
TDP
300 Watt (laut Leak)

Die 300 Watt, über die niemand redet – außer mir

Alle starren auf die 16 GB VRAM. Verständlich. Aber ich habe mich in die 300 Watt TDP verbissen. Dreihundert Watt. Für eine Karte, die im besten Fall irgendwo im oberen Mittelfeld landen wird. Ich habe tatsächlich ausgerechnet, wie lange man mit diesen 300 Watt einen handelsüblichen Wasserkocher betreiben könnte – Spoiler: nicht lange, aber das ist auch nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass eine Mittelklasse-GPU heute so viel zieht wie ein früheres Flaggschiff. Und keinen juckt's.

Ein Spatz vor meinem Fenster wirkte während der Recherche übrigens deutlich überzeugter von der Zukunft als ich. Der saß da, völlig gelassen, während ich Datenblätter verglich. Vielleicht weiß der Spatz einfach, dass die B580 immer noch die einzige echte Desktop-Option von Intel ist – und die kam vor über einem Jahr raus.

Bleibt Arc ĂĽberhaupt am Leben?

Intels Client-Chef Alex Katouzian hat bei einem Q&A in Taiwan betont, GPUs seien ein „super wichtiger“ Teil der PC-Sparte – Arc bleibe im Roadmap. Klingt gut. Klingt aber auch nach exakt dem, was man sagt, wenn die Community nervös wird. Die kommenden Gaming-GPUs wie die B770 und die Xe4-Generation „Druid“ gelten als verzögert oder in der Richtung unsicher. Desktop-Spieler haben also weiter kaum Auswahl. Herr Schote meinte dazu übrigens nur, das sei „wie bei einem Auto ohne zweiten Gang“ – ich bin mir nicht sicher, ob das ein guter Vergleich war, aber ich zitiere ihn trotzdem.

Mein Fazit: Wenn Intel es schafft, die B770 zu einem vernünftigen Preis auf den Markt zu werfen, könnte das die interessanteste GPU des Jahres werden – und ein dringend nötiger dritter Spieler. Wenn nicht, war es wieder ein Leak, über den wir in einem Jahr sagen: „Ach ja, den gab's auch mal.“ Ich tippe auf Letzteres. Beweist mir das Gegenteil, Intel.

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Justus Wetter Herr

Justus Wetter Herr gehört zur Redaktion von Gaming Aktuell.