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Star Wars Zero Company: Das rundenbasierte XCOM im Klonkriege-Anstrich kommt am 27. August

Bit Reactor und EA schicken ihr Taktik-RPG ins Rennen – und ich habe eine sehr unpopuläre Meinung dazu.

JW
Justus Wetter Herr
4. August 2026 · 6 Min. Lesezeit

Am 27. August 2026 erscheint Star Wars Zero Company, ein rundenbasiertes Taktik-RPG von Bit Reactor – dem Studio, das von ehemaligen Firaxis-Leuten gegründet wurde. Ihr wisst schon: die Menschen hinter XCOM. Und ich sage euch gleich, was ihr eigentlich hören wollt: Ja, das sieht gut aus. Und genau deshalb müssen wir reden.

Auf einen Blick

Release
27. August 2026
Plattform
PC, PS5, Xbox Series X|S
Entwickler
Bit Reactor
Genre
Rundenbasierte Taktik

Ein Klonkriege-XCOM, das keiner kommen sah

Zero Company spielt in den letzten Tagen der Klonkriege. Ihr steuert Hawks, einen ehemaligen Republik-Offizier, den ihr selbst anpasst, und führt einen bunten Söldnertrupp aus Klonsoldat, Mandalorianer, Jedi-Padawan und weiteren Spezialisten. Positionierung, Fähigkeiten-Synergien, Missionsplanung – die volle XCOM-Packung, nur eben mit Blastern statt Sturmgewehren. Die Kampagne soll rund 30 bis 40 Stunden dauern und bleibt überwiegend linear.

Matt Lanter ist als Anakin Skywalker zurück, Dee Bradley Baker bekommt eine neue Rolle als Klonsoldat Trick. Auf dem Papier ist das ein Fest. Ein cineastisches Singleplayer-Strategiespiel, keine aufgeblähte Sandbox-Kriegssimulation. Man könnte fast meinen, hier hätte mal jemand nachgedacht.

Und jetzt zum eigentlich Wichtigen

Es ist rundenbasiert. Und rundenbasiert heißt: Deckung. Und Deckung heißt in ungefähr jedem XCOM-Ableger dieser Welt: halbhohe Mauern. Ich habe im Gameplay-Trailer eine dieser halbhohen Mauern gesehen, hinter der sich ein Klonsoldat verschanzt, und ich schwöre euch, die Kante dieser Mauer verläuft nicht sauber im Raster. Sie steht minimal schräg. Wir reden hier vielleicht von zwei Grad. Aber in einem Spiel, dessen gesamte Existenzberechtigung ein sauberes taktisches Raster ist, sind zwei Grad ein Erdbeben.

Während ich diesen Absatz schrieb, stritten sich draußen zwei Amseln auf der Regenrinne. Vermutlich über dieselbe Mauer. Die eine wollte 90 Grad, die andere Naturalismus. Ich stehe ganz klar auf Seite der ersten Amsel.

Muss ich das jetzt kaufen?

Ja, natürlich. Bit Reactor kann XCOM, das steht außer Frage, und ein solide gebautes Taktik-Star-Wars ist zehnmal mehr wert als der zwanzigste Open-World-Loot-Grind. Herr Russ von Land behauptet übrigens, rundenbasierte Kämpfe seien güldig. Ich habe diese Aussage zur Kenntnis genommen und ignoriert. Herr Schote wollte etwas über die Antriebe der Fahrzeuge im Spiel sagen, aber im Star-Wars-Universum gibt es keine Kolbenmotoren, also durfte er nicht.

Fazit: Kauft es, spielt es, genießt es. Aber wenn ihr an dieser einen Mauer vorbeikommt, denkt an mich.

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Justus Wetter Herr

Justus Wetter Herr gehört zur Redaktion von Gaming Aktuell.