GPU-Preise steigen um bis zu 40 Prozent – und ich habe die Schuldigen gefunden
Gigabyte zieht die Preise für Neubestellungen kräftig an, AMD legt bei Radeon zehn Prozent drauf. Ich habe nachgezählt, wie viele Speicherchips man dafür beleidigen müsste.
Es ist so weit: Laut dem japanischen Händler CFD-BIZ sind die Preise für Gigabyte-Grafikkarten bei Neubestellungen ab dem 1. August 2026 um rund 20 bis 40 Prozent gestiegen. AMD hat parallel bestätigt, dass Radeon-GPU-Kits ab August mindestens zehn Prozent teurer werden. Man könnte das jetzt sachlich einordnen. Ich mache das nicht.
Auf einen Blick
- Steigerung
- 20 bis 40 % (Gigabyte, Neubestellungen)
- AMD Radeon
- mind. +10 % ab August 2026
- Ursache
- GDDR6/GDDR7-Knappheit durch KI-Nachfrage
80 Prozent. FĂĽr ein bisschen Speicher.
Die Ursache ist immer dieselbe traurige Geschichte: Samsung, SK Hynix und Micron schieben ihre Wafer-Kapazitäten in High-Bandwidth-Memory für KI-Rechenzentren. Für den GDDR6 und GDDR7, den eure Grafikkarte eigentlich braucht, bleibt weniger übrig. Der Speicher macht inzwischen über 80 Prozent der Materialkosten einer GPU aus. Achtzig Prozent! Für ein paar Chips, die kleiner sind als mein Daumennagel.
Ich habe das ausgerechnet, weil es sonst niemand tut: Bei bis zu 40 Prozent Aufschlag zahlt ihr pro Grafikkarte grob den Gegenwert eines vernĂĽnftigen Gebrauchtwagens mehr, nur damit ein Rechenzentrum irgendwo einer KI beibringt, Bilder von Katzen zu malen. Jimmy, die Katze von Herrn Russ von Land, hat davon nichts. Jimmy legt sich weiter auf die Maus und sorgt fĂĽr Framedrops, kostenlos.
Die eigentlich relevante Analyse
Während ich diesen Absatz schrieb, stritten sich draußen zwei Spatzen um ein Brotstück. Sie wirkten überzeugter von ihrem Deal als jeder, der 2026 zum Vollpreis eine neue GPU kauft. Intel hat den Markt für dedizierte Consumer-Grafikkarten offenbar ganz verlassen und konzentriert sich auf Profi-GPUs und integrierte Grafik. Wer also auf einen dritten Retter gehofft hat: Der Spatz hat mehr Zukunft.
- Gigabyte: +20 bis 40 % fĂĽr Neubestellungen ab 1. August 2026 (Quelle: CFD-BIZ)
- AMD Radeon: mindestens +10 % ab August
- Ursache: KI-Boom bindet Speicherkapazität, GDDR-Chips werden knapp
- Speicher macht ĂĽber 80 % der GPU-Materialkosten aus
- Intel hat sich aus dem dedizierten Consumer-GPU-Markt zurĂĽckgezogen
Mein Fazit? Wenn eure alte Karte noch läuft, umarmt sie. Wenn nicht, umarmt trotzdem etwas. Herr Schote empfiehlt in solchen Momenten übrigens „Bodo mit dem Bagger“ und eine gute Couch. Ich habe das nicht überprüft.
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